1. Wissen, was Sie heute schon haben
Google bewertet keine Websites als Ganzes, sondern einzelne Seiten. Bevor etwas gelöscht oder umbenannt wird, brauchen Sie eine Liste aller Seiten mit ihren Besuchern, Suchbegriffen, Anfragen und externen Verlinkungen. Diese Daten liefern die Google Search Console, Ihr Analyse-Tool und ein Crawler wie Screaming Frog.
2. Jede alte Adresse bekommt ein Ziel
Ändern sich URLs, braucht jede alte Adresse eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die inhaltlich passende neue Seite. Google empfiehlt, diese Weiterleitungen mindestens ein Jahr aktiv zu lassen. Pauschal alles auf die Startseite umzuleiten, ist keine Lösung.
3. Die Webagentur braucht SEO-Vorgaben schriftlich
Viele Rankingverluste entstehen, weil Designer und Entwickler gute Arbeit machen, aber niemand ihnen die SEO-Anforderungen mitgegeben hat. Halten Sie im Briefing mindestens fest:
• URLs der wichtigsten Seiten bleiben gleich oder werden weitergeleitet.
• Title, Meta-Description und Überschriften werden übernommen oder bewusst verbessert.
• Texte werden nicht ohne Rücksprache gekürzt oder in Reiter und Akkordeons versteckt.
• Schema-Markup, Sitemap und robots.txt werden übertragen.
• Die Testumgebung ist für Suchmaschinen gesperrt, die Live-Seite nicht.
• Die neue Seite ist mindestens so schnell wie die alte.
4. Go-Live mit Puffer planen
Schalten Sie die neue Website an einem Tag frei, an dem Sie und die Agentur danach erreichbar sind. Ein Dienstag oder Mittwoch am Vormittag ist besser als ein Freitagnachmittag vor dem Urlaub.
5. Nach dem Start kontrollieren, nicht abhaken
Der Relaunch ist mit dem Go-Live nicht fertig. In den ersten Wochen zeigt die Search Console, welche Seiten Fehler werfen, welche nicht mehr indexiert werden und wo Rankings fallen.